Heiße Motive in der kalten Jahreszeit

Fotografieren im Winter.

Neigt sich das Jahr langsam seinem Ende zu, neigt ja auch das Wetter dazu, uns tagelang zu Wohnungsfüchsen werden zu lassen. Schaffst du es trotz der kalten Temperaturen ins Freie, bieten sich neben eingeschneiten Winterlandschaften in der Natur auch Weihnachtsmärkte in der Stadt als fotografische Spielplätze für vielfältige Motive an.

Wenn du bereits Besucherspezialist der österreichischen Weihnachtsmärkte bist, pack deine Kamera ein und fahr übers Wochenende nach Slowenien! Wir haben uns bei unserem Nachbarn in der Hauptstadt Ljubljana während des Festival of Lights und im winterlich eingeschneitem Skigebiet Krvavec umgesehen und die eindrucksvollsten und leuchtendsten Motive für dich ausfindig gemacht.

Auf der Suche nach ausgefuchsten Wintermotiven gibt es einige Sachen, die du beachten kannst, um dein Equipment wintertauglich zu machen. Genau wie wir, hat auch unsere Ausrüstung eigentlich eine ideale Betriebstemperatur und Kälte lässt sie fuchsteufelswild werden. Wir haben dir einige Tipps und Tricks fürs Fotografieren in der kalten Jahreszeit zusammengestellt, damit du keine Ausreden mehr findest, warum du nicht rausgehen solltest.

Packe dich und dein Equipment warm ein, sonst wird es dich kalt erwischen.

Genauso schnell wie deine Finger, wird auch deine Ausrüstung eisig. Dadurch verkürzt sich unter anderem die Einsatzleistung deiner Akkus. Pack also unbedingt einen Ersatzakku in die Kameratasche. Besonders ausgefuchst kannst du deine Akkus in der Hosentasche transportieren und zusätzlich durch deine Körperwärme schützen. Wenn du deine Kamera nicht immer wieder aus- und einpacken willst und eine Haube übrig hast, schenke sie deiner Kamera, sie wird es dir danken.

Beachte die Temperaturunterschiede und gib deiner Ausrüstung ein wenig Zeit sich zu akklimatisieren. Beim Ortswechsel vom kalten Freien ins Warme besteht die Gefahr, dass deine Kamera anläuft. Fans von nebligen Motiven werden jetzt jubeln, denn ist deine Kamera erstmal im Inneren angelaufen, bleibt dir nichts anderes übrig, als zu warten bis du wieder klare Fotos schießen kannst. Währenddessen hast du auch Zeit darüber nachzudenken, wie gut sich der Sensor mit Kondenswasser verträgt. Anlaufen können neben deiner Kamera auch deine Objektive.

Die Fotofüchse auf Streifzug durch Slowenien, Schwerpunkt: Fotografieren im Winter, www.diefotofuechse.com #diefotofuechse #instafinn #ifeelsLOVEnia

Schneeflöckchen, Weißröckchen

Neben der Temperatur kann auch Schnee deiner Ausrüstung zusetzen. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, packst du deine Kamera in ein wasserdichtes Gehäuse. Alternativ kannst du dir auch kostengünstiger mit Frischhaltefolie weiterhelfen. Wickle deine Kamera und Objektiv einfach darin ein. Achte darauf, dass die Folie nicht zu fest gewickelt ist, damit du den Fokusring noch drehen kannst.

Frischhaltefolie verhindert außerdem, dass deine warme Haut an der kalten Kamera… Oje, lieber schnell weiter und dieses schmerzhafte Bild vergessen! Hast du dich und dein Equipment warm eingepackt, steht der Motivsuche nichts mehr im Weg.

Weihnachtliche visuelle Geschichten erzählen

Neben Übersichtsaufnahmen mit einem Weitwinkelobjektiv, bieten Weihnachtsmärkte auch einen hervorragenden Spielplatz für spannende Details mit deinem Makroobjektiv. Auf Märkten tummeln sich viele Menschen, achte bei der Motivsuche darauf, dass dein Bild nicht zu überladen wird. Bei Details kannst du dich wunderbar auf Formen und Farben reduzieren. Hast du schon einmal versucht, absichtlich unscharf zu stellen und den Bokeh Effekt der weihnachtlichen Lichter zu nutzen? Die bunten Lichtpunkte bieten auch einen spannenden Hintergrund bei Portraits.

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Vordergrund macht Bild gesund

Um deine Fotos noch spannender zu gestalten und ihnen eine Tiefe zu verleihen, kannst du die weihnachtlichen Marktwaren als Vordergrund nutzen. Sowohl bei Portraits als auch bei Detailaufnahmen oder Übersichtsfotos führst du den Blick des Betrachters mit einem Vordergrund gekonnt in dein Bild hinein. Auch hier kannst du wunderbar mit Formen, Farben oder Lichtreflexen spielen. Zusätzlich bieten sich die vielen spiegelnden Oberflächen als Spielplatz an. Hast du schon einmal versucht ein Portrait oder einen Marktstand in der Spiegelung einer Christbaumkugel zu inszenieren? In Slowenien haben wir das gleich einmal umgesetzt.

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Nutze die blaue Stunde für besonders eindrucksvolle Motive

Der Kontrast zwischen den bunten Lichtern und dem blauen Abendhimmel verleiht deinen Fotos zusätzlich den Wow-Effekt.
Aber Achtung: Die blaue Stunde dauert keine Stunde sondern, vor allem in der kalten Jahreszeit, höchstens fünfzehn Minuten. Starte deinen Fotostreifzug also lieber etwas früher und plane genug Zeit ein, die beste Perspektive zu finden.

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Vorteil Stativ

Gerade bei Übersichtsaufnahmen bieten sich lange Belichtungszeiten und eine geschlossene Blende an um den Weihnachtszauber bestmöglich einzufangen. Lichter werden, je nach Bauart des Objektivs, ab Blende Acht zu Sternchen. Je geschlossener die Blende umso klarerer Spitzen bekommen die Sternchen. Bei besonders langen Belichtungszeiten, kannst du sogar die Menschenmengen verschwinden lassen. Diese langen Belichtungszeiten sind schwer bis unmöglich aus der Hand zu fotografieren. Für diese Motive raten wir dir, ein Stativ mitzunehmen.

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Umgebungslicht verstärken und Fülllicht verwenden

Besonders schön leuchten die Lichter bei Belichtungszeiten von zirka einer zehntel Sekunde. Um das Umgebungslicht noch strahlender wirken zu lassen, kannst du die ISO Empfindlichkeit deiner Kamera hochdrehen und mit ISO 800 oder noch höheren Werten fotografieren. Beachte allerdings, dass bei hohen ISO Werten auch das Bildrauschen stärker wird. Oft kann es vorkommen, dass dein Hauptmotiv, sei es eine Person oder ein Gegenstand, im Verhältnis zum Hintergrund zu dunkel ist. Hier kannst du dir mit einem Blitz oder anderen externen Lichtquellen weiterhelfen. Wir haben immer ein paar kleine handliche LED Lämpchen in der Fototasche. Der Vorteil gegenüber einem Blitz ist bei Dauerlicht, dass du gleich siehst, wie sich das Licht auf dein Motiv auswirkt. Profitipp: Achte bei Personen auf einen Glanzpunkt in den Augen, dadurch wirken Portraits lebendiger.

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Vor der Sonne aufstehen

Als Morgenfuchs hast du am Tagesanfang ein weiteres Mal die Chance auf einen besonderen blauen Morgenhimmel und zusätzlich den Vorteil, dass deine Übersichtsaufnahmen in der Stadt auch ohne lange Belichtungszeiten menschenleer sind.
Und dass wir außerhalb der Stadt morgens so gut wie immer für das zeitige Aufstehen mit grandiosen Lichtstimmungen belohnt werden, wissen Natur- und Landschaftsfüchse doch schon lange!

Achte auf dein Equipment

Um bösen Überraschungen vorzubeugen, verzichte auf einen Kamerarucksack und trage deine Ausrüstung in einer kleinen Tasche vor dir. Besonders ausgefuchst kannst du deine Tasche auch unter deiner Jacke tragen. Einerseits schützt du dein Equipment vor der Kälte und Langfingern gibst du erst gar keinen Anreiz, sich an deinen Sachen zu vergreifen.

Kenne dein Equipment

Gerade wenn es kalt draußen ist, möchtest du schnell deine richtigen Kameraeinstellungen finden. Wenn du dir gerade erst eine Kamera erbeutet hast, raten wir dir, dich ein wenig mehr mit den Knöpfen und Einstellungsmöglichkeiten auseinanderzusetzen. Je nachdem, was du für ein Lerntyp bist, kannst du entweder die Betriebsanleitung durchstreifen oder dir gleich von einem Profifuchs die fotografischen Zusammenhänge spielerisch zeigen lassen. Damit dir im Winter nicht ganz so schnell die Finger abfrieren 😉

Bringe deine Bilder zum Leben

Wir finden, dass Fotos nicht auf Festplatten versauern sollten. Weg vom Bildschirm, rein ins Fotobuch oder gleich an die Wand – da bereiten Fotos Freude. Entweder dir selbst, oder deinem Lieblingsfuchs. Deswegen empfehlen wir dir, auch deine Fotos zum Leben zu erwecken. Es gibt ganz viele Möglichkeiten! Aber das erzählen wir dir hier ein ander Mal 😉

Die Fotofüchse wünschen dir eine besinnliche Weihnachtszeit und strahlend funkelnde Motive!

2018 Fotostreifzüge im In- und Ausland:
Fotokurs am Wiener Weihnachtszauber
Winterzauber in Ljubiljana

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