Der Wiener Theseustempel als Softbox

Warum du dem Wiener Theseustempel einen Besuch abstatten solltest.

Wien ist ja bekanntlich die schönste Stadt der Welt. Sagen jedenfalls die Wiener 😉
Einen besonderen Ort mit einer bewegten Geschichte findest du im Volksgarten:
Den Theseustempel.
Die Fotofüchse waren auf ihrem Wiener Streifzug dort gemeinsam fotografieren und berichten dir über die vielfältigen Lichtstimmungen vor Ort.

Erbaut wurde der klassizistische Ringhallentempel vom Architekten Peter Nobile bereits Anfang des 19. Jahrhundert. Vorbild war das damalige Theseion in Athen. Der Tempel diente als Ausstellungsraum für die Theseusgruppe, die Kaiser Franz der Erste vom Künstler Antonio Canova erworben hatte.
Die Statue steht zwar schon seit längerem ein Stück vom Volksgarten entfernt im Kunsthistorischen Museum und mittlerweile wissen wir auch, dass das Athener Original nicht Theseus, sondern dem Gott der Handwerkskunst Hephaistos gewidmet war.
Doch all das ändert nichts an den facettenreichen Bildmotiven, die dir der Theseustempel bietet.

Nutze die verschiedenen Lichtstimmungen, die dir der Theseustempel bietet

Ein bisschen surreal wirkt der reinweiße Tempel inmitten des Volksgartens, denn bei den Renovierungsarbeiten von 2008 bis 2010 wurde die Fassade angelehnt an den ursprünglichen Farbton gestrichen.
Genau dieses Weiß kommt dir beim Fotografieren von Portraits mit natürlichem Licht sehr zugute. Mehr als einen Aufheller um etwaiges Restlicht zu steuern, brauchst du nicht. Schnapp dir deinen Lieblingsmenschen und los geht’s!

Weiches Licht beim Theseustempel

Platzierst du dein Model im Schatten einer der vielen Säulen, fungiert die weiße Tempelwand als riesengroßer Aufheller. Mit offener Blende kannst du die räumliche Tiefe spürbar machen, ohne dass dein Hintergrund von deinem Model ablenkt. Ein weiterer Vorteil vom weichen Licht ist, dass es so ziemlich jedem Gesicht schmeichelt und einen Hauch von Romantik mitfühlen lässt.

Hartes Licht beim Theseustempel

Wenn dir weiches Licht  zu langweilig ist, musst du dein Model nur bitten aus dem Schatten der Säulen heraus zu treten und schlagartig verändert sich das Licht. Zwar hellt die Fassade des Tempels immer noch die Schatten auf, doch der Unterschied in der Ausbeute zwischen Sonnenlicht und reflektiertem Licht ist größer, als wenn dein Model im Schatten stehen würde.
Wenn du den Hintergrund immer noch unscharf abbilden willst, musst du bedenken die Belichtungszeit entsprechend zu verkürzen, da du sonst dein Foto überbelichten würdest.

Mischlicht beim Theseustempel

Eine harte aber besondere Lichtstimmung bietet dir der späte Nachmittag, da das Sonnenlicht wunderbar goldig warm wird. Die weiße Farbe auf der sonnenzugewandten Seite der Säulen, strahlt gelb, während die Schattenseiten der Säulen im Vergleich blau wirken. In gewisser Maßen ein natürlicher Farbfilter. Belichte bei dieser Lichtstimmung nicht zu hell, da die facettenreichen Farben sonst verloren gehen. Und beeile dich, denn dieses besondere Licht zeigt sich nur für rund fünfzehn Minuten.

Gegenlicht beim Theseustempel

Kurz bevor die Sonne hinter den Gebäuden der Stadt verschwindet, hast du noch Zeit das eben beschriebene Mischlicht mit einer Gegenlichtaufnahme zu kombinieren. Dabei erzeugt die Sonne im Hintergrund eine Sternform. Je geschlossener deine Blende ist, umso mehr Spitzen hat der Stern.
Da die Schattenseiten deines Models und des Tempels bei geschlossener Blende zu dunkel werden können, die gelb-blaue Farbkombination aber bei zu heller Belichtung verloren geht, verwende für diese Art von Aufnahme einen Aufheller oder einen Blitz, um die Belichtungen der Lichter und Tiefen aufeinander abzustimmen.

Die Fotofüchse wünschen dir viel Spaß beim Üben und Spielen mit dem Licht an diesem besonderen Ort in Wien.
Bei unserem nächsten Streifzug sind wir wieder vor Ort und verraten dir weitere Tipps und Tricks für ausgefuchste Fotos. Bist du mit dabei?


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